
Der Krankenpflegeverein Schmiden-Oeffingen erhielt das Qualitätssiegel für weitere 2 Jahre (2009-2011). Hierzu ein Artikel aus dem Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Schmiden:
Prüfsiegel für ambulante Dienste erhalten
Die Auszeichnung war der Anlass für ein Gespräch mit der Pflegedienstleiterin des Krankenpflegevereins Heidrun Völpel. Die Fragen stellte Hans Kauffmann.
Warum wurde das Qualitätssiegel beantragt?
Wir haben uns für eine Eigenqualitäts- Sicherung entschieden. Damit haben wir das Institut für Qualitätskennzeichnung von sozialen Diensten (IQD) beauftragt. Es folgte eine Eigenbeurteilung hier bei uns. Wir haben inzwischen viele Anforderungen vom medizinischen Dienst und dieser kann uns jederzeit ohne Vorankündigung aufsuchen und begutachten. Dieser Überprüfung sind wir im Prinzip zuvorgekommen und haben uns vorab beurteilen lassen. Das Qualitätssiegel ist auch ein internes Instrument die Mitarbeiter mit einer hohen Motivation zu versehen. Denn durch ihren persönlichen Einsatz wurde das hohe Ziel der Qualitätsauszeichnung erreicht. Unsere Patienten haben den größten Vorteil davon, dass eine mit gleicher Standardisierung und von hoher Qualität geprägte Arbeit geleistet wird. Das Qualitätssiegel, das für die Zeit von zwei Jahren erteilt wird, haben wir zum zweiten Mal bekommen.
Was wurde geprüft und wie lief die die Prüfung ab?
Die Prüfung erstreckte sich zumeinen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter im ambulanten Dienstdes Krankenpflegevereins und auf die der von uns betreuten Patienten. Vorab erfolgte im August 2009 eine anonyme Befragung der Mitarbeiter. Örtlich wurde vom Institut unter
anderem geprüft, ob es eine Verfahrens- Anweisung bei Notfällen
gibt und eine Anweisung was zu veranlassen ist, wenn der Patient
nicht angetroffen wird. Auch wurde nachgefragt, ob es ein Beschwerde-
Management und einen 24-Stunden- Rufdienst gibt. Begutachtet
wurde auch die Struktur und Organisation´des ambulanten Dienstes.
Bei Abwesenheit der Betreuerin wurden Patienten befragt, wie sie
mit unserer Dienstleistung zufrieden sind. Auch die Angehörigen
von Patienten wurden angesprochen,inwieweit die Pflege und Betreuung
ihren Erwartungen entspricht. Hinsichtlich der hauswirtschaftlichen
Dienstleistungen wurden die Standards der Hygiene-
Maßnahmen und der verwendeten Putzmittel begutachtet. Insgesamt
wurden 250 Punkte geprüft.
Wie war das Ergebnis der Prüfung?
In allen Punkten wurde ein optimales Ergebnis erreicht. Als Gregor
Vogelmann von der IQD mir das Zertifikat überreichte, meinte er
wörtlich: „Das sind klasse Ergebnisse, die nicht zu übertreffen sind.
Darauf können sie stolz sein.“ Wir haben sogar eine bessere
Grundzahl als bei der ersten Prüfung im Jahr 2007 erreicht. Dies ist
nicht selbstverständlich. Persönlich freue ich mich außerordentlich über
dieses Super-Ergebnis! Frau Völpel, ich danke Ihnen für
das Gespräch und beglückwünsche den Krankenpflegeverein zur Auszeichnung.
Das Gespräch führte Hans Kauffmann, Schmiden
mehr über IQDDiese Firma wurde dem KPV vom Diakonischen Werk Württemberg, dem wir angehören, empfohlen und durch Begleitveranstaltungen und Subvention beim Preis unterstützt, damit von den 180 Diakoniesozialstationen weitere (bis zum Start unseres Prozesses waren es nur 20) das Siegel erwerben.
Die Einführung des Qualitätssiegels hat der KPV auch im Hinblick auf die geplanten gesetzgeberischen Änderungen in der Pflegeversicherung unternommen. So ist zukünftig zur Qualitätssicherung neben den Überprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (eine Art TÜV) ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen.
Die Stufen des Zertifizierungsverfahrens:
Selbstbewertung:
Wo steht die Pflegeeinrichtung derzeit? Was muss verbessert werden?
Fremdprüfung:
Erfolgte durch neutrale Gutachter vor Ort
Monitoring:
Es gab eine intensive Kunden- und Mitarbeiterbefragung vor Ort
Parallel dazu:
Es wurde ein Qualitätshandbuch aufgestellt. Dazu gehörten 8 Schulungstage beim Diakonischen Werk (z. B. Pflegeplanung, Dokumentation, Leistungserfassung, Personalentwicklung, ethische Grundhaltung, Kundenzufriedenheit, Personalentwicklung)
Der Zertifizierungsprozess ergab eine sehr gute Bewertung unserer Pflegeeinrichtung wie auch der hauswirtschaftlichen, sowie verwaltungsmäßigen Dienste.
Das Siegel wird für 2 Jahre (2007-2009) verliehen und muss dann erneuert werden.

Dieter Kant
Der 1. Vorsitzenden des KPV Oeffingen-Schmiden am 25.10.2007, um 14.30 Uhr im „Seniorenzentrum Alten Schule“
Der Weg ist das Ziel – das ist richtig.
Noch besser ist es allerdings, wenn man als Sieger durchs Ziel geht.
Herzlich Willkommen zur Verleihung des Qualitätssiegels der Firma IQD an die Diakoniestation des Krankenpflegevereins Schmiden – Oeffingen. Wir sind damit die erste Station in Fellbach, die ein Qualitätssiegel erhält. (Nach Recherchen von Herrn Knuff sogar erste Diakoniestation im Landkreis.)
Als Vorsitzender des Krankenpflegevereins bin ich natürlich stolz, geht es uns doch darum zu zeigen, dass wir für Qualität in der Pflege stehen und dies auch nach außen sichtbar wird.
Wir wissen, dass die Sau durchs Wiegen allein nicht fett wird. So ist dieses Siegel auch Herausforderung für ein kontinuierliches Qualitätsmanagement und seine Umsetzung vor Ort bei den kranken bzw. pflegebedürftigen Menschen in den Häusern von Schmiden und Oeffingen.
Zur Verleihung des Siegels darf ich wichtige Gäste und Personen begrüßen:
An erster Stelle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Diakoniestation. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Zugspitze, nämlich auf Frau Heidrun Völpel, die Pflegedienstleiterin. Ihnen allen herzlichen Glückwunsch.
Ich habe vom Weg, der das Ziel ist, gesprochen. Sie haben sich auf den Weg gemacht, sich auf viel Neues eingelassen, Zeit eingesetzt und großes Engagement gezeigt und sind zum Team gereift. DANKE UND EIN GROSSES LOB.
Ich begrüße Herrn Bürgermeister Günter Gayer, dessen Anwesenheit uns signalisiert, dass er und damit Stadt und Gemeinderat an einer qualitativ hoch stehenden ambulanten Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen interessiert ist.
Ich begrüße Herrn Siegfried Wolf, den Geschäftsführer des Instituts für Qualitätskennzeichnung von sozialen Dienstleistungen (IQD) bzw. Herrn Vogelmann als seinen Stellvertreter. Sie überbringen uns das Qualitätssiegel. Wir bedanken uns für Ihre Arbeit bei der Durchführung der einzelnen Stufen des Zertifizierungsverfahrens.
Zum Schluss begrüße ich die Vorstandsmitglieder des Krankenpflegevereins, Herrn Pfarrer Bernd Friedrich, Frau Dr. Renate Kruse und Herrn Manfred Albrecht. Die Geschäftsstelle ist durch unseren rührigen Geschäftsführer Herrn Stefan Knuff vertreten. Herzlichen Dank bei allen, auch beim Ausschuss für die wohlwollende Unterstützung des Zertifizierungsverfahrens und die Organisation des heutigen Tages.